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09.06.17 09:12

Auf Reise durch fremde Kulturen gehen

Ahlen (eve). „Weil wir Mädchen sind…“, lautet der Titel einer Ausstellung vom Kinderhilfswerk Plan International, und man könnte ergänzen: „…geht es uns in vielen Teilen der Welt besonders schlecht.“ Am Sonntag, 11. Juni, wird die Schau in der Soccer-Kaue der Zeche Westfalen eröffnet.

 

Zum Besuch der beeindruckenden Ausstellung „Weil wir Mädchen sind…“ von Plan International in der Soccer-Kaue der Zeche Westfalen in Ahlen laden ein (v. l.): Marc Tornow (Plan International) sowie die Ahlener Hermann Huerkamp, Johanna Kottmann und Rudolf Blauth.

 

Sie zeigt eine hierzulande oftmals unbekannte Welt in Afrika, Asien und Lateinamerika, in der Mädchen meist ganz am Ende der ohnehin oft mageren Wohlstandskette stehen. Anhand der Lebenssituationen von Djenebou in Mali, Asha in Indien und Yoselin in Ecuador wird in dieser Mitmachausstellung deutlich, was Mädchen in den beispielhaften Regionen der Welt für Aufgaben haben und was sie oft erdulden müssen. Unterdrückung, Gewalt, Beschneidung, Zwangsverheiratung und eine von schwerer Arbeit geprägte Kindheit sind die bedrückenden Perspektiven in vielen Regionen der Welt.

Die Ausstellung will Kinder und Erwachsene sensibilisieren für die Situationen in unterschiedlichen Ländern. Sie zeigt kulturelle Unterschiede, weckt Verständnis für Gegebenheiten und zeigt aber auch Lösungsmöglichkeiten auf. „Wir bieten in der Schau interaktive Wege, die Lebensumstände in anderen Ländern kennenzulernen und auf die Benachteiligung von Mädchen hinzuweisen“, sagte Marc Tornow, Pressereferent von Plan International, am Donnerstag bei der Vorstellung des Projektes, das VHS-Leiter Rudolf Blauth im Rahmen der Woche „Wie weit ist Afrika“ nach Ahlen geholt hat. Bis zum 1. September macht „Weil wir Mädchen sind...“ nun Station in Ahlen, und eingeladen sind Schulklassen wie Familien in den Ferien gleichermaßen, sich mit den Problemen auseinander zu setzen und die Gegebenheiten in fernen Ländern kennenzulernen.

Die aufwendige Ausstellung ist am vergangenen Freitag per Sattelschlepper angeliefert worden. Bis zu zwölf Helfer waren für den Aufbau vonnöten. Auf drei Wegen führt die Schau die Besucher durch das Leben der Mädchen an unterschiedlichen Enden der Welt. „Ich habe die Ausstellung vor mehr als zwei Jahren in Speyer gesehen und war mir sicher, dass sie gut in unsere Afrika-Wochen passen könnte“, sagte Rudolf Blauth. Die Schirmherrschaft hat seit fast zwölf Jahren die Schauspielerin Senta Berger, die sich Hilfe für die Mädchen auf ihre Fahnen geschrieben hat.

 


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