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05.07.17 09:20

Bildungswerk besichtigte ehemaligen Schachtanlagen mit Schwarzbus

Eine besonderen Ausflug hatte sich das Bildungswerk der AWO aus Köln einfallen lassen. Mehr als 20 Teilnehmer aus dem Rheinland hatten sich für eine Tour durch das östliche Kohlerevier Westfalens entschieden und fuhren mit dem Schwarzbus die Zechen in Hamm wie Zeche Radbod, Grillo und Heinrich Robert an und besuchten als Tageshöhepunkt zum Abschluss die Zeche Westfalen. Früher wurden die Bergleute mit dem Schwarzbus zu Ihrer Schachtanlage gebracht, bei der Besichtigungstour fuhr der Schwarzbus von den Hammer Omnibusfreunden die einzelnen alten Zechenstandorte an.

Der Geschäftsführer der Projektgesellschaft Westfalen Hermann Huerkamp führte fast 2 Stunden duch die umgebauten Gebäude des Zechenareals wie Lohnhalle und Kauen, zeigte den Mannschaftsgang, aber auch die Maschinenzentrale, die nach wie vor im Original zu besichtigen ist, fand die volle Aufmerksamkeit der Teilnehmer. "Die Gruppe war äußerst interessiert", so Huerkamp. Wie kann die Umnutzung eines Geländes mit neuer wirtschaftlicher Nutzung gelingen, war ein Kernanliegen der interessierten Gruppe. Aber auch gerade der Blick zurück, wie arbeitet der Denkmalschutz an so einem Standort und wie war die Arbeit des Bergmanns unter den unwägbaren Bedingungen im Bergbau zu bewältigen, waren wichtige Themenfelder.

Guido Seidlitz von der AWO Köln, Reisebegleiter der Gruppe, freute sich, dass die Fördermaschinen noch im Original in der Maschinenzentrale und große Gebäudeteile zu sehen sind. "In der Gruppe sind viele Technikinteressierte, die vom Bergbau fasziniert sind," so Seidlitz "hier hat die ehemalige Zeche Westfalen viel zu bieten. Man kann sich vorstellen, wie früher der Bergbau funktioniert hat". So fotografierten die Teilnehmer ausgiebig den vorhandenen Maschinensatz in der Maschinenzentrale und in der Friktionshalle. Leider musste dann wetterbedingt, aber auch aus Zeitgründen, die Besteigung von Schacht 1 ausfallen. Aber das war zu verkraften.

"Wir sind alle begeistert von der Führung und kommen wieder, wir wollen ja noch auf den Förderturm und würden gerne auch ein noch intensiveres Fotoshooting anbieten", äußerte sich Guido Seidlitz, bevor die Gruppe in den Schwarzbus stieg, der sie zum Bahnhof Richtung Köln brachte. "Das Wiedersehen ist also sehr, sehr wahrscheinlich", freute sich Hermann Huerkamp.

 


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