Logo

29.08.18 12:13

Kletterkaue auf der Zeche - Neue Routen zum Gipfel

Voraussichtlich Mitte Oktober wird die Kletterkaue auf der Zeche wieder öffnen. Das kündigte am Dienstag Hermann Huerkamp, Geschäftsführer der Projektgesellschaft Westfalen, an. Als neue Betreiber der Anlage stellte er Dirk Mense, Daniel Venne und Gary Bilton vor.

 

Ein paar Wochen müssen sich alle „Klettermaxe“ noch gedulden, ehe sie auch in Ahlen wieder ihren Sport ausüben können. „Das Zubehör hat teilweise sehr lange Lieferzeiten“, erklärt Hermann Huerkamp, warum es im September, wie ursprünglich geplant, nicht klappen wird. Schließlich wolle man künftig „den modernsten Standard bieten“. Aber für Mitte Oktober kündigte der Geschäftsführer der Projektgesellschaft Westfalen jetzt die Wiedereröffnung der Kletterkaue auf der Zeche an. Und das wäre dann trotz der kleinen Verzögerung immer noch fix, denn erst seit dem 1. Mai liegt die Anlage still.

Im August 2006 war das Kletterzentrum „BigWall“ in der ehemaligen Schwarzkaue an den Start gegangen. Es wurde aus Sicht des Hausherrn fast eine Art Wahrzeichen für das vielfältige neue Leben, das nach dem Ende des Steinkohlebergbaus auf dem „Pütt“ Einzug hielt. So sei er auch „ein wenig überrascht“ gewesen, als Betreiber Ryck Purschke ihm im Frühjahr mitgeteilt habe, nach zwölf Jahren in Ahlen die Segel streichen zu wollen, gibt Huerkamp zu. Auf der Suche nach einer Nachfolgelösung musste er jedoch zum Glück nicht in die Ferne schweifen, sondern nur an eine Bürotür in der Lohnhalle klopfen.

Hier, im 3. Obergeschoss, ist seit 2016 Dirk Mense aus Enniger mit seiner Firma „Kletterknecht“ ansässig. Von Huerkamp zunächst nur um fachmännischen Rat gebeten, wie man die Kletterkaue attraktiver gestalten könnte, beschloss der 40-Jährige, die Sache gleich selbst in die Hand zu nehmen. Denn an der „BigWall“ hing auch sein Herz. „Ich habe hier mit dem Klettern angefangen“, erzählt er, der sein Hobby später zum Beruf und sich als Indu¬striekletterer und Höhenar¬beiter selbstständig machte.

Obwohl schwindelfrei und trittsicher, wollte Dirk Mense sich auf dieses Abenteuer aber nicht allein einlassen und holte zwei Kollegen mit ins Boot: Daniel Venne (33) und Gary Bilton (47). Beide sind ebenfalls schon seit zehn Jahren als Industriekletterer und Ausbilder tätig. Auch sie fühlten sich in der „BigWall“ zu Hause. „Wir haben coole Zeiten hier gehabt“, sagt Bilton, gebürtiger Brite mit neuseeländischem Pass. Darum freue er sich über die „großartige Möglichkeit“, mit dafür zu sorgen, dass die Kletterkaue wieder zu dem Besuchermagneten wird, der sie über viele Jahre war.

Dabei will das Trio mit seiner in Gründung befindlichen GmbH „Rockvibes“ jedoch buchstäblich ausgetretene Pfade verlassen. Die Struktur der Kletterwände werde verändert, zum Teil komplett neue Routen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade würden kreiert, um den Besuchern mehr Abwechslung zu bieten, deutet Dirk Mense einige Veränderungen an. Der Bolder-Bereich, wo bis zu vier Metern Höhe allein und ohne Seil geklettert werden kann, soll erweitert werden. Weitere Informationen zu Öffnungszeiten, Eintrittspreisen und Kursangeboten – in Kürze.

Hermann Huerkamp ist jedenfalls überzeugt, dass bei den drei Profikletterern „starkes Know-how“ vorhanden ist und setzt auf eine langfristige Zusammenarbeit.

 

www.wn.de/Muensterland/Kreis-Warendorf/Ahlen/3450645-Kletterkaue-auf-der-Zeche-Neue-Routen-zum-Gipfel

Text und Foto von Peter Harke

 

 


<- Zurück zu: Startseite
  • Impressum
  • ©2006 Projektgesellschaft Zeche Westfalen