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21.05.19 13:24

Der Blaue Wasserturm eine nicht alltägliche Baustelle

Der Bau des Wasserturms begann 1915 und wurde 1917 fertiggestellt. Er ist der letzte erhaltene Wasserbehälter seiner Bauart. Damit der blaue Wasserturm auch noch viele weiter Jahre überlebt, wird er nun teilsaniert. Aktuell nehmen Fachleute die durch Korrosion verursachten Schäden auf der Mittelkonsole des 1915 erbauten Gebäudes in Angriff. „Der Stahl geht teils wie Blätterteig auseinander“, sagt Christian Tripp, Vorsitzender des Fördervereins Fördertürme. Horst Schulte ergänzt: „Korrosion entsteht dort, wo kaum entlüftet wird und sich Wasser ansammelt.“ Neben dem Vorhelmer Betrieb, der besonders auf die Leistungen von Christian Frank und Heinrich Börger verweist, sind an den Arbeiten auch der Malerbetrieb Heßbrügge aus Münster und der Stahl- und Maschinenbaubetrieb Demandt aus Liesborn beteiligt. Die Statik lieferte das Büro Pollmeier-Blume.

 

Rund 180 000 Euro kostet die Maßnahme, die allerdings nur die gröbsten Schäden beseitigt und die Begehbarkeit des Stahlbaus wiederherstellt. „27 000 Euro davon stellen wir als Verein aus unseren Rücklagen bereit“, sagt Tripp. „50 000 Euro kommen als Fördermittel von der Bezirksregierung. Das ist schon beachtlich.“ Den Rest steuert die Stadt Ahlen als Eigentümerin bei. 127 Stufen sind es bis zu seinem Arbeitsplatz in 26 Meter Höhe. „Diese Konstruktion hat uns schon ein paar schlaflose Nächte beschert“, gibt Sven Brückner von der Vorhelmer Firma Gerüstbau Brückner ehrlich zu. „So eine Konstruktion hatten wir noch nie.“ Das war eine logistische Herausforderung“. Nahezu zerfressen worden vom Rost sind Stahlbleche des blauen Wasserturms in Ahlen. Zur Verdeutlichung hat Heinz Josef Demandt ein paar Exemplare des ursprünglich sechs Millimeter dicken Stahls mitgebracht, der inzwischen ausgetauscht wurde.

 

„An einigen Stellen war er komplett durchgerostet“, berichtet er und belegt es anschaulich mit einer Kiste verrostetem Altmaterial. „Die zuvor kritischen Sachen haben wir im Griff“, betont Josef Demandt. Hermann Huerkamp will das verrostete Material für den Förderverein als Anschauungsmaterial und zur Sanierungsdokumentation aufbewahren. „80 Prozent der Gesamtmaßnahme sind abgeschlossen“, sagt Christian Tripp, und stellt das Ende der Arbeiten für Mitte Juni in Aussicht. Im kommenden Monat soll die aktuelle Sanierung abgeschlossen sein. „Das verschafft uns jetzt etwas Luft“, freut sich Horst Schulte. In zehn bis 15 Jahren gehe es dann „ans Eingemachte“.


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