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15.05.20 12:04

Austausch sozialer Träger in der Soccerkaue

Unter Einhaltung der aktuellen Abstands- und Hygieneregeln hatte das Stadtteilbüro zu einem Austausch der Akteure aus den Schulen, den Kindergärten und weiteren Einrichtungen aus dem Ahlener Osten und Süden, in der geschlossenen Soccerkaue auf der Zeche Westfalen zu dem Thema "Mit Corona "die nächste Zeit" auch im Stadtteil leben“ eingeladen. Dass der Austausch im Sozial-präventiven Netzwerk auch in Zeiten von Corona besonders notwendig ist, wurde allen Teilnehmern schnell in der Runde klar.

 

In der Diskussion wurde deutlich, dass die letzten Wochen die unterschiedlichen Akteure vor ähnliche Herausforderungen gestellt haben und immer noch stellen. Wie erreicht man Menschen, um sie in Zeiten der Kontaktsperre weiterhin bestmöglich zu unterstützen? Kinder können nicht in die Betreuungseinrichtungen, Mitarbeiter arbeiten im Homeoffice und sind ans Haus gebunden und Familien kommen an ihre Belastungsgrenzen, so die Erkenntnisse von vielen Betreuern aus dem Ahlener Osten und Süden. Hinzu kommt die allgemeine Unsicherheit, wann und wie wird man zu einer scheinbaren Normalität zurückkehren können. Hermann Huerkamp, Stadtteilbüroleiter und Moderator des Netzwerkes, formulierte es so: "Wir haben alle viele Fragen, aber nicht immer Lösungen für uns und für die Betroffenen parat. Diese müssen sich noch entwickeln".

 

Neben den aus den Medien bekannten Maßnahmen wie homeschooling, die stufenweise Rückkehr in den Kindergarten und der Schule haben die Akteure auch eigene, passgenaue Projekte entwickelt. Lernunterlagen für das homeschooling wurde nicht immer digital übermittelt sondern konnten an einigen Schulen auch abgeholt werden, da nicht alle über die technischen Voraussetzungen zuhause verfügen. Auf diese Weise konnte der Kontakt zu den Familien aufrechterhalten werden. Der AWO-Kindergarten Wetterweg verschickte Post mit kleinen Aufmerksamkeiten und spielerischen Anregungen. Die digitalen Kontakte wurden so weit wie möglich ausgenutzt. Es wurden verschiedenste Wege der Kommunikation, wie z.B. Telefonieren, WhatsApp, Videochats etc. ausprobiert, um den Kontakt zu halten. Der Lunchclub zeigte sich, wie Heike Gründgen berichtete, sehr aktiv, in dem Mittagessen für die Kinder und Familien ausgegeben und ausgeliefert wurden. Für die Kinder wurden kleine Challanges ins Leben gerufen, z.B. eine Tüte mit Lebensmitteln ausgegeben. Die Kinder sollten daraus etwas leckeres zubereiten und dies in einem Nachrichtendienst mit Fotos dokumentieren.

 

Viele Akteure nutzen die Zeit auch um ihr bisheriges Angebot auszuwerten und zu überarbeiten, bzw. an die geänderten Voraussetzungen anzupassen. Denn auch wenn die Lockerungen greifen, wird ein Arbeiten wie bisher kurzfristig nicht möglich sein. Neben den Unsicherheiten, wie es in der Zukunft weitergehen kann, ist auch eines sehr deutlich geworden: Falls ein gutes Vertrauensverhältnis besteht, sind die Menschen offen und dankbar, neue Angebote, auch digital, anzunehmen.


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