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13.08.20 12:04

Das Umweltteam als Aufstiegschance

Das Gelände rund um die Zeche Westfalen ist beliebt – nicht nur bei Firmen, die sich dort in den vergangenen Jahren angesiedelt haben, sondern auch bei Jugendlichen. Sie verbringen dort auch in den späten Abendstunden und nachts viel Zeit. Dabei kommen die Besucher nicht nur aus Ahlen, sondern auch aus umliegenden Kommunen. „Wir sind froh, dass sich das Gelände so entwickelt hat“, sagt Hermann Huerkamp, Geschäftsführer der städtischen Projektgesellschaft Westfalen, und hebt vor allem den Freizeitcharakter hervor.

Ein Ärgernis sei jedoch der Müll, der nach solchen Treffen immer wieder hinterlassen werde. Vom Pizzakarton bis zur Whiskeyflasche sei alles dabei. Um gegen den Unrat anzukommen, hat sich das Umweltteam formiert. Es ist auf dem Gelände der Zeche Westfalen, aber auch in anderen Bereichen des Stadtteils, zum Beispiel an der Werse und im Zechenpark, unterwegs.

„Montags ist es am schlimmsten“, sagt Michael Betto. Dann kämen nach einem Rundgang über das Gelände schon mal sechs bis sieben Müllsäcke zusammen. An den anderen Tagen seien es meist einer bis zwei. „Manchmal ist man gerade fertig, da könnte man schon wieder von vorn anfangen“, sagt Betto, der zahlreiche positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung vernimmt: „Die Anwohner sind froh, dass wir hier sind.“

Michael Betto gehört wie Giuseppe Calabro und Patrick Lemken zu einer Gruppe, die früher als Arbeitsgelegenheit das Umweltteam verstärkt haben. Aus dem in der Umgangssprache genannten „Ein-Euro-Job“ ist nun aber die Teilnahme an einem Drei-Jahres-Programm geworden, das vom Jobcenter gefördert wird. 30 Stunden in der Woche unterstützt das Trio das Hausmeisterteam um Ernst Woitschig, Heinzpeter Przyluczky und Robert Schulz. „Wir kannten die drei ja schon und wussten, dass man sich auf sie verlassen kann“, sagt Hermann Huerkamp. Ihm sei es wichtig, dass das Umweltteam, zu dem auch Valeri Keller und Daniel Fechner als Arbeitsgelegenheiten gehören, auf Augenhöhe agiere.

So gehört nicht nur das Müllaufsammeln zu den Aufgaben des Teams. Es kümmert sich auch um leichte Reparaturen, um die Grünpflege und hat im vergangenen Jahr sogar Fahrradbügel selbstständig gesetzt. Bei Veranstaltungen vor der Corona-Pandemie war das Umweltteam auch beim Bühnenaufbau beteiligt. Zudem ermöglicht das Programm den Teilnehmern den Führerscheinerwerb, damit die Chancen steigen, wieder eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt zu finden.

Quelle Text und Foto: Ahlener Werbering Ost,  Silke Diecksmeier


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