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01.07.19 08:00

Fest der Kulturen auf der Zeche Westfalen

Am Samstag begann die Rocknacht mit der Gruppe Dr. Mahockta die Band aus dem Franz Sales Haus Essen, einer Wohneinrichtung für Menschen mit Behinderungen, hat sich im Jahr 2004 aus unterschiedlichen Musikgruppen des Hauses gegründet, mit dem Ziel bekannten und weniger bekannten Musikstücken eine ganz besondere Note zu geben. Zu Ihren größten Erfolg zählt eine 8-tätige Tour durch Peking. Und das haben sie an diesem Abend dann auch bewiesen und heizten das Publikum richtig an.

Als 2. Band an diesem Abend kam die Gruppe Peynir Gemisi auf die Bühne. Peynir Gemisi wurde im Oktober 2006 gegründet und gab auch kurz darauf ihr erstes Konzert, welches einen großen Erfolg feierte. "Musik ist das internationale Symbol des Friedens und der Freiheit!" da sind sich die Mitglieder der Band einig. Das haben sie dann auch zu guter Rockmusik dem Publikum nahegebracht. Peynir Gemisi rockte die Bühne und brachten die Zuschauer weiter in eine tolle Partystimmung.

Den Abschluss machte die Band Forgnery die seit etlichen Jahren in der Ahlener Musik Szene zuhause sind. Das sind vier gestandene Musiker, die handgemachten Rock und Blues der letzten 40 Jahre auf die Bühne brachten. Das Repertoire der Band umfasst u. a. Songs von z. B. Jimi Hendrix, Prinz, Eric Clapton, Dire Straits, Bruce Springsteen, Pink Floyd und weiteren namenhaften und weniger namenhaften Musikern und Rocklegenden. Sie rockten auf der Bühne und das Partyfolg feierte bis in die späte Nacht.

Am Sonntag gab es dann die offizielle Eröffnungsfeier. Um 11:00 Uhr gingen die rund 100 Teilnehmer des Fahnenlaufs vom Glückaufplatz über die Schacht- und Sattelstraße, zur Zeche, wo sie bereits von vielen Besuchern der aufgebauten Zeltstadt erwartet wurden. Im Anschluss begann ein umfangreiches Bühnenprogramm. Musik, Tanz und Gesang standen ebenfalls ganz im Zeichen von Integration. Die zahlreichen Akteure kamen nicht nur aus Ahlen, es waren auch Gruppen aus Dortmund, Recklinghausen, Hamm, Beckum und Münster gekommen. Um 15:00 Uhr begrüßte Innosozial-Geschäftsführer Dietmar Zöller alle Gäste, und hat sich bei Mitarbeitern sowie den Organisationen bedankt, die über 40 Stände an der Lohnhalle bespielten.

Er betonte, dass bei der elften Auflage von „Ahlen zeigt Flagge“ neue Akteure, wie beispielsweise „Kids for Future“ dazugekommen seien. Schirmherr Bürgermeister Dr. Alexander Berger bezeichnete „Ahlen zeigt Flagge“, als „einzige richtige multikulturelle Veranstaltung in Ahlen“. Hier gebe es 111 Nationen und die müsse man erst einmal unter einen Hut bringen.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Bernhard Daldrup erklärte, „Ein Fest der Kulturen ist auch immer ein Fest der Solidarität“. Erschrocken sei er über den politischen Mord von rechts am Kassler Regierungspräsidenten. Der sei „durch Worte vorbereitet“ worden. Daldrup: „Deshalb sind solche Feste wie hier wichtig.“ Ein Dorn im Auge war für Friedel Paßmann, Vorsitzender des Beirats für Menschen mit Behinderung, die Veränderung im Baurecht durch die Landesregierung. In NRW müsse es erst ab dem sechsten Stock Aufzüge geben. „In der Pflege ist es oft nicht viel besser“, kritisierte der Beiratsvorsitzende weiter.

Henning Rehbaum, Landtagsabgeordneter der CDU erklärte, dass jahrelang darüber diskutiert worden sei, ob Deutschland ein Einwanderungsland sei: „Ja, Deutschland ist ein Einwanderungsland – und wir vertragen uns.“ Grüße des Kreises Warendorf überbrachte zum Schluss der stellvertretende Landrat Winfried Kaup.


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