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26.09.19 11:43

Mit dem Gefhl der Unendlichkeit: Kulturgesellschaft Ahlen startet am 6. Oktober in ihre Jubiläumsspielzeit

Ahlen. Den Auftakt zu ihrer Jubiläumsspielzeit macht die Kulturgesellschaft Ahlen am 6. Oktober um 18 Uhr in der Lohnhalle der Zeche Westfalen. Das Konzert der MikroPhilharmonie EinKlang widmet sich dem Gefühl der Unendlichkeit in der Musik. Orchester und Programm bilden den angemessenen Rahmen, um das Programmjahr zu beginnen, verspricht Vorsitzende Renate Franke zum 70-jährigen Bestehen der Kulturgesellschaft. Die MikroPhilharmonie nähere sich auf unerhörte Weise berühmten Orchesterwerken der Klassik und Romantik. Ihre Stücke führen in speziellen Bearbeitungen für große Kammerensemble 15 bis 22 Musizierende auf. Die Zuhörer dürfen sich auf ein auregendes Hörabenteuer freuen, wenn die große Orchesterliteratur kammermusikalisch und zugleich sinfonisch erklingt, macht Fanke neugierig. Mit Wagner, Mozart und Mahler füllen laut Programmankündigung Giganten den Klangraum der Lohnhalle.

Solistin ist die im Lied- und Konzertfach deutschlandweit gefragte Anna-Sophie Brosig. Sie erhielt 2016 den GWK-Förderpreis. Die Laudatio charakterisiert sie als eine extrem vielseitige und wandlungsfähige Sopranistin, die im Opern- und Liedfach gleichermaßen berzeugt. Ihr lyrischer Sopran ist warm und in der Höhe glockenhell, er strahlt in jedem Register. Das 2011 gegründete Orchester vereint 34 im Münsterland lebende Musiker aus aller Welt. Ihm gelingt es, sowohl Konzert-Kenner als auch Konzert-Neulinge zu begeistern.

Im Konzert Unendlichkeit erwartet die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Programm: Vom himmlischen Leben singt Sopranistin Anna-Sophie Brosig im letzten Satz der 4. Mahlersinfonie. Dem vermeintlich naiven Brentanotext aus Des Knaben Wunderhorn stehen musikalisch gegenber: grotesker Humor, gebrochener Weltenlauf und Naturidylle. Die auf Erden unmögliche Liebe zwischen Tristan und Isolde kann erst im Tode zu ihrer Erfüllung kommen. Richard Wagners Musik ist Sehnsucht pur und lässt  ganz dem Programmtitel folgend  mit seiner Suggestivkraft ein Gefühl von Unendlichkeit aufkommen. Wolfgang Amadeus Mozart schrieb seine Konzertarien häufig einer berühmten Sängerin in die Kehle. Die akrobatische Arie Bella mia fiamma und die lyrische Ch’io mi scordi di te mit ihrem Solopart für Klavier gehören dazu.

Um 17:30 Uhr erläutert Dirigent Joachim Harder zusammen mit der Solistin in unterhaltsamer Weise die Werke des Abends. Das Konzert beginnt eine halbe Stunde später.

Der Eintritt zu diesem außergewöhnlichen Konzerterlebnis beträgt 15 Euro, ermäßigt sowie für Mitglieder der Kulturgesellschaft 9 Euro. Karten sind an der Vorverkaufsstelle der Stadthalle Ahlen, Friedrich-Ebert-Straße, Telefon 02382 20 00 und bundesweit an allen Reservix-Vorverkaufsstellen unter www.reservix.de erhältlich. Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Projektgesellschaft Westfalen mbH und mit Unterstützung der Werner-Egerland-Stiftung.


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